ArteFakt2030
- inklusive
Zukünfte

In wessen Zukunftsvision leben wir? Und wie fühlt sie sich für Dich an? In einem Design-Futuring Prozess entwirft eine diverse Gruppe entlang von Workshops und begleitet durch Kreativschaffende gerechtere und inklusive Zukunftsbilder. Eine Ausstellung im Sommer 2024 macht diese Bilder & Artefakte für Besucher*innen persönlich erfahr- und öffentlich diskutierbar. Ausstellungsbegleitend werden mit Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung, Brücken in die Gegenwart geschlagen und Maßnahmen bzw. Strategien abgeleitet, die uns in eben diese Zukünfte führen.


was beschäftigt uns

Ausgangssituation

Narrative – Wer gestaltet die Zukunft?
In unserer heutigen Zeit mangelt es an Erzählungen von Zukünften, die sozial-gerechter und per se inklusiv sind. Was macht das mit unserem Blick auf Gesellschaft und dem Zusammenleben? Über Narrative (auch: Erzählungen) machen wir uns ein Bild von der Welt. Erzählungen stützen unsere Erinnerungen oder formen mögliche Zukünfte. Sie transportieren Werte und wecken Emotionen. Narrative werden mächtig, wenn sie sich verbreiten und im kollektiven Gedächtnis festigen:
Als positive Narrative beflügeln sie und tragen zum sozial-gerechten Wandel bei. Andererseits festigen negative stereotype Narrative unterdrückende, ungleiche Systeme (z.B. Bildungs- oder Gesundheitssystem) und tragen erheblich zu Ausgrenzung bei:

So erfahren Menschen Diskriminierung z.B. aufgrund ihrer/ihres

  • Geschlechts
  • sexuellen Orientierung
  • Hautfarbe
  • sozialen oder ethnischen Herkunft
  • Religion
  • Alters
  • körperlichen oder geistigen Fähigkeiten.

                           

Fehlende Partizipationsmöglichkeiten
Menschen, die derart marginalisiert werden, können häufig nicht oder nur unzureichend an gesellschaftlichen und politischen Veränderungs- und Gestaltungsprozessen teilhaben. Dazu zählen bspw. auch wichtige Felder wie Stadtentwicklung, Klimaschutz, Gesundheitsversorgung und Bildung.

Different Futures
Make A Dialogue

Eine interaktive Ausstellung von wünschenswerten
Zukunftsszenarien und Artefakten rund um das Jahr 2030

Vernissage: Dienstag, 09.07.2024 von 18 - 21 Uhr
Ausstellung: 9. - 20. Juli & 6. - 30. August 2024 (immer Di – Sa)
Ort: (Con)temporary Crafts Studio – Carl-Ronning-Straße 2, 28195 Bremen

Wir suchen noch nach parallel stattfindenden und
inhaltlich nahen "Ausstellungssatelliten" in Bremen.
Falls ihr was wisst, tretet gerne mit uns in Kontakt.

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uns

welche konkreten Ideen haben wir

Lösungsansatz

Mit Design Futuring können Designer*innen Zukunftsszenarien gestalten, um einen Diskurs über diverse Zukunftsvorstellungen anzuregen. Diese Zukunftsszenarien befähigen die Beteiligten sich nicht nur eine Zukunft, sondern viele wünschenswerte Zukünfte vorzustellen, zu diskutieren und zu verhandeln. Wir wollen die Zukunft nicht den Zukunftsforscher*innen und Entscheidungträger*innen überlassen, sondern jene Menschen beteiligen, die von solchen Prozessen oft ausgeschlossen werden. koralle bringt daher eine diverse Gruppe von Lebensweltexpert*innen zusammen. Lebensweltexpert*innen sind nach unserem Verständnis Menschen, die aufgrund unterschiedlicher Merkmale (s.o.) Marginalisierung und Diskriminierung erfahren. Für die Gestaltung inklusiver Zukünfte, bringen sie wertvolle Perspektiven, Erfahrungen und Wissen mit.

 

Gerechtere und wünschenswertere Zukünfte durch einen Design-Futuring Prozess
In einem 3-teiligen Kreativprozess gehen wir als diverse Gruppe unterschiedlichen Fragen nach (sozialer) Gerechtigkeit und einer inklusiven Gesellschaft nach und entwerfen neue inklusive Narrative für wünschenswerte Zukünfte im Jahr 2030. Warum 2030? Damit beziehen wir uns auf die Agenda 2030, mit der sich die UN-Staaten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) für das Jahr 2030 gesetzt haben und uns als Leitlinien für einen sozial-gerechten Wandel dienen.

1. Recherche & Exploration
Um mögliche positive Zukünfte gestalten zu können, macht sich die Gruppe auf die Suche nach erkennbaren Zukunfts-Trends im Hier und Jetzt. Mit Methoden aus Design, Innovationsprozessen sowie der angewandten Zukunftsforschung recherchieren wir zu unserem, im Vorfeld gemeinsam definierten Thema (bspw. Arbeit oder Gesundheit). Welche verschiedenen Perspektiven gibt es auf das Thema? Was sind systemische Zusammenhänge? Wo könnte sich unsere Gesellschaft hinbewegen?

2. Zukunftsbilder
Anhand der Rechercheergebnisse entwirft die Gruppe konkrete Zukunftsszenarien (bspw. durch das Schreiben ungeschehener Geschichte, die Entwicklung modellhafter Gegenstände der Zukunft). Welche Zukünfte sind denkbar, welche davon wünschenswert? Was existiert in diesen Zukünften und was nicht? Wie fühlt sich der Alltag in der Zukunft an? Die beteiligten Designer*innen und Künstler*innen bieten dafür Methoden aus Design, Fotografie oder Literatur. Die Ideen werden anschließend über mehrere Wochen mit u.a. Designer*innen, Künstler*innen und Produzent*innen zu (be)greifbaren Artefakten und Zukunftsbildern für eine Ausstellung weiterentwickelt.

3. Strategie
In einem eintägigen, ausstellungsbegleitenden Workshop mit Lebensweltexpert*innen und weiteren Stakeholdern für gesellschaftliche Transformationsprozesse (u.a. Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft) schlagen wir Brücken in die Gegenwart und leiten für ausgewählte Szenarien Strategien und Handlungsmöglichkeiten ab, die uns in jene wünschenswerten Zukünfte führen. Welche strategischen Weichen sollten gesellt werden? Wie lässt sich aus den Zielvorstellungen ein konkreter Plan ableiten? Die Ergebnisse werden in der restlichen Zeit der Ausstellung präsentiert.

Ausstellung
In einer interaktiven Ausstellung werden die Szenarien und Artefakte für Besucher*innen präsentiert, um mögliche inklusive Zukünfte für eine größere Öffentlichkeit (be)greifbar und diskutierbar zu machen.

 

Ein Auftakt zum Inclusive Futures Lab
ArteFakt2030 bildet den partizipativen Auftakt des Inclusive Futures Lab. Die im Prozess identifizierten Herausforderungen und Bedarfe der Lebensweltexpert*innen werden die Grundlage für anschließende Vorhaben von koralle und diversen Akteur*innen bilden. In den nächsten Jahren soll anhand verschiedener Projekte erforscht werden, wie sich mit künstlerischen und gestalterischen Mitteln eine inklusivere Gesellschaft intersektional und transsektoral denken und konkret gestalten lässt. Im Vordergrund steht eine partizipative und interdisziplinäre Arbeitsweise: unter der Dachmarke Inclusive Futures Lab treffen diverse Stakeholder aus Zivilgesellschaft, (Sozial-) Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Wissenschaft aufeinander.


Was bewirkt es bei den Beteiligten

Outcome

Zum jetzigen Zeitpunkt der Projektplanung haben wir uns folgende Wirkweisen zum möglichen Ziel gemacht.

 

Teilnehmende
Die beteiligten Lebensweltexpert*innen gehen mit eigens entwickelten, positiv aufgeladenen Narrativen aus dem Projekt. Mit ihrer kreativen Arbeit legen sie eine Basis für gesellschaftliche Transformationsprozesse.

Durch den Fokus auf das Gestalten und das Erfahren der eigenen Kreativität, werden die Individuen wiederum empowert, sich als Gestalter*in des eigenen Lebens sowie unserer Zukunft wahrzunehmen.

                           

Ausstellungsbesucher*innen
Sie sollen bestätigt finden, dass Inklusion – darunter Diversity, Teilhabe & Chancengleichheit, Anti-Rassismus & Dekolonialisierung, Geschlechtergerechtigkeit – positiv und wünschenswert ist.

Zudem werden sie erkennen können, dassdurch Zukunftsbilder, die verschiedene Realitäten und Identitäten unserer diversen Gesellschaft widerspiegeln, neue inklusive Narrative entstehen, die eine wertvolle Ausgangsbasis zur Veränderung von Machtstrukturen und einem sozialen gesellschaftlichen Wandel bilden.

 

Stakeholder Brückenbau-Workshop
Entscheidungsträger*innen sollen sich einerseits inspiriert fühlen, insbesonders jedoch zum Handeln bewegt werden.


Logo Pfote Schriftzug Aid Five
Logo Schriftzug Fonds Soziokultur

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