
"Wie bekomme ich meine Nachhaltigkeits-Ideen im Unternehmen umgesetzt?"
... hieß die Leitfrage, zu der wir im Oktober 2024 im Mittelstandstreff der IHK Bremen und Bremerhaven mit Teilnehmenden gearbeitet haben. Denn der Blick auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit ist aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken – die dadurch aber gleichzeitig auch vor große Herausforderungen gestellt werden. Bei allen Bemühungen um die Umsetzung und Berichterstattung von ESG-Kriterien bleibt das Gefühl von Wirksamkeit und messbaren Erfolgen oft auf der Strecke. Viele Nachhaltigkeits-Ideen und Bestrebungen landen nach einer ersten Euphorie allzu oft in der Schublade. Warum ist es so schwer, gute Ideen für mehr Nachhaltigkeit in Betrieben umzusetzen? Mit welchen Hebeln können Hürden und Herausforderungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit transformiert werden?
Diesen Fragen haben wir uns mit rund 15 Teilnehmenden aus mittelständischen Betrieben gewidmet. Für uns ging es vor allem darum, zu verstehen: Wo stehen die Unternehmen aktuell? Wie weit sind sie in der Umsetzung von formalen Anforderungen und darüber hinaus an der Implementierung eigener Nachhaltigkeits-Konzepte?
Die Einblicke der diversen Gruppe zeigen: In der KMU-Landschaft Bremens stehen die Akteur*innen auf allen möglichen Stufen der Implementierung von Nachhaltigkeit. Ideen und nächste Schritte reichen von der Ermutigung und Einbeziehung aller Mitarbeitenden über die Sichtbarmachung des CO2-Impactes eines Produktes bis hin zu Bestrebungen eines klimapositiven Lieferverkehrs. Unter vielen sehr spezifischen Hürden finden sich aber auch immer wieder diese, die alle betreffen und von denen alle berichten – von der Ressourcenknappheit über interne Widerstände bis hin zur Komplexität regulatorischer Anforderungen.



Für uns hat sich vor allem gezeigt: Oft landen Nachhaltigkeitsideen in der Schublade, weil die Personen, die damit beauftragt sind, sie zu treiben, im Unternehmen zu wenig Macht und Hebel haben. Oder umgekehrt: Die Personen, die Ressourcen freigeben und Entscheidungen treffen können, sind an Themen der Nachhaltigkeit nicht beteiligt und/oder interessiert. Somit sabotieren sich Unternehmen selbst, indem sie schlechte Grundlagen oder im schlimmsten Fall Stolpersteine schaffen, die die effektive und wirksame Arbeit am Thema behindern.
Wie kann man diese Problematik lösen? Sicher nicht von heute auf morgen – leider. Die Strategien müssen sehr individuell sein, da die Ursachen an unterschiedlichen Stellen sitzen. Ansatzpunkte können dabei sein:
Aber natürlich ist es nicht an den Nachhaltigkeits-Manager*innen, die auf verlorenem Posten abgestellt werden, das Rad wieder in die Spur zu bringen. Vielmehr müssen Führungsetagen endlich verstehen, wie viel wir zu verlieren haben, wenn Unternehmen nicht mal die Mindestanforderungen von Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Und auch, wie viel es zu gewinnen gibt, wenn bekannte Pfade verlassen und neue Strategien erprobt werden.



Für die Unternehmen, die diesen Schritt gehen und wirklich in die Umsetzung kommen wollen, stehen wir sehr gerne als Partner*innen zur Seite. Dafür haben wir ein spezielles Workshop-Format entwickelt: „Zwischen Sprint & Flow“, das euch mit weiteren Akteur*innen aus Unternehmen und Organisationen zusammenbringt, um gemeinsam in kreativer Umgebung nach neuen Wegen zu suchen, sich im Feld der unternehmerischen Nachhaltigkeit zu bewegen. Die ausführliche Beschreibung dieses Formates findest du hier.
Abseits davon begleiten wir euch gerne auch länger als Sparringspartner*in, um immer wieder Reflexion und Impulse einzubringen. Sprich uns einfach an, wenn du dir eine Unterstützung durch uns vorstellen kannst.
Beide Optionen könnt ihr co-finanzieren mit dem Programm „Diversity in KMU“ der BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven. Dabei werden je 50% der Kosten für euer Personal und unsere Honorare übernommen. Gerne unterstützen wir euch bei der Antragstellung. Alles zum Programm ist hier nachzulesen.